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Geschichte der Pfarre

Die Geschichte der Pfarre St. Bartholomä
(Quelle Zusammenstellung von Mag. P. Clemens Brandtner, 1996)

Bis1373 nannte sich die Pfarre St. Bartholomä nach dem der Pfarre durchfließenden Liebochbach, nämlich Lieboch. Danach wird die Ortsbezeichnung durch den Namen des Kirchenpatrons St. Bartholomäus verdrängt.

Die Herren von Plankenwart, die seit 1179 urkundlich nachweisbar sind, dürften den ältesten Teil der Pfarrkirche errichtet haben, man vermutet bereits um 1200. Der erste urkundlich bekannte Pfarrer wurde 1319 genannt, nach einer alten Über lieferung wird jedoch Pfarrer Andreas von Fürstenberg als Begründer der Pfarre St. Bartholomä angesehen, und zwar im Jahre 1446. In diesem Jahr dürfte die Pfarrkirche durch den Anbau des Presbyteriums und der Sakristei vergrößert worden sein.


1607 hörte die Reihe der Diözesanpriester als Pfarrer in St. Bartholomä auf, da die Pfarre (mit der Hauptpfarre Gratwein und anderen 6 Pfarrvikariaten) im Tauschweg für das ausgestorbene Zisterzienserinnenkloster in Friesach in Kärnten vom Salzburger Erzbischof  Wolf Dietrich an das Stift Rein übergeben worden war. 1629 wurde auch die Besetzung  der Pfarren mit Mönchen des Klosters Rein erlaubt. In den folgenden Jahrzehnten wurde  das Wirtschaftsgebäude neu errichtet, viele baulichen Verbesserungen beim Pfarrhaus durchgeführt, weiteres eine Badstube, ein Schweinestall und eine Weinpresse gebaut.

1786 unter Pfarrer P. Robert Schwarz wurde Pfarrregulierung abgeschlossen, denn Kaiser Josef II. wollte durch Pfarrgründungen und Neufestsetzung der Pfarrgrenzen  eine bessere seelsorgliche Betreuung der Gläubigen erreichen. Durch diese neue Verordnung verliert die Pfarre St. Bartholomä unter anderem den ganzen St.Oswalder Pfarranteil - St. Oswald wird eine selbständige Pfarre. In weiterer Folge waren die Pfarrpfründe und Gebäude der Pfarre so heruntergewirtschaftet und verfallen, dass  im Jahr 1812 das Stift Rein und die Vogteiherrschaft Plankenwart beim Bischöflichen Ordinariat um die Aufhebung der Pfarre St. Bartholomä ansuchten. Man wollte die Pfründengrundstücke verkaufen und das Pfarrrecht auf die Nachbarpfarren aufteilen.

Die Bevölkerung hatte von der geplanten Aufhebung erfahren und sich dagegen ausgesprochen. Sie half mit, ein neues Wirtschaftsgebäude aufzubauen und das ruinöse Gebäude wieder in Stand zu setzen. 1824 wurde der Kirchturm in Form einer Zwiebel erneuert und auch der Turm selbst um ein Geschoß erhöht. Infolge der zu nahe an der Kirchenwand liegenden Gräber entstand 1834 bei der Pfarrkirche ein großer Sprung - damals wurde zum ersten Mal der Plan eines Kirchenneubaues gehegt. Der Friedhof wurde 1838 auf die Anhöhe verlegt.

Da nun auch der Pfarrhof baufällig geworden war, ließ Abt Ludwig Crophius 1843/44 einen neuen geräumigen Pfarrhof errichten, sein Ziel war es, eine neue Kirche und den Pfarrhof auf die Anhöhe und nicht in die Mulde zu setzen.



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