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Pfarre Bartholomä

Alte Pfarrkirche

Die Alte Pfarrkirche (Quelle Zusammenstellung von Mag. P. Clemens Brandtner, 1996) An einem Hügelrücken zwischen zwei kleinen Gräben am ehemaligen Fahrweg, der vom Liebochtal zum alten Pfarrhof führte, steht die alte Pfarrkirche, die bis 1838 von einem Friedhof umgeben war. Vom Friedhof und seiner Mauer sind große Teile abgerutscht, kleine Reste der Friedhofsmauer sind noch an der Hinterseite der Kirche zu sehen. Die Örtlichkeit der Kirche war so gewählt, dass die ganze Anlage eine gewisse Wehrhaftigkeit aufweist.Die Kirchenanlage besteht aus dem Kirchenraum, dem Presbyterium, der Sakristei unddem Glockenturm. Etwas vorgesetzt stand oberhalb der alte Pfarrhof. Der Kirchenraum selbst stammt vermutlich um das Jahr 1200 und hatte bis ins späte Mittelalter eine flache Holzdecke, zu Beginn des 16. Jahrhunderts dürften die Netz- gewölbe eingebaut worden sein. Im Laufe der Jahrhunderte wurden eingestürzte Mauern, Gewölbe und Wände immer wieder neu und ergänzend aufgebaut, dabei wurde keine Rücksicht auf Fresken oder Grabsteine genommen. Grabsteine wie der der Tochter des Christophs von Stürckh zu Plankenwart (Virginea, gest. am 10.5.1579), des Ferdinand Gabriel von Völhern, Herrschaft Plankenwart (gest. 11.8.1735), des Ferdinand Ignaz Freiherrn von Moscon, Besitzer des Schlosses Reiteregg (gest. am 13.2.1703) und des Ferdinant Freiherrn von Moskon, Inhaber der Herrschaft Reiteregg (gest. am 16.3.1742) zeugen von dort beerdigten adeligen Personen. Am 17. 8. 1949 erhielt Leopold Haan die Erlaubnis, die beiden Grabsteine der Freiherrn in die Schloß- kapelle zu Reiteregg übertragen zu dürfen. Zu den ältesten Bauteilen gehört der Glockentrum, in dessen Erdgeschoß im überwölb- ten Raum früher einmal die Sakristei gewesen war. 1446 wurde wahrscheinlich ein Presbyterim an der Ostseite angefügt und auch die Wände bemalt (einige Überreste sind noch erkennbar). Auch eine neue Sakristei mit einem Tonnengewölbe an der Nord- seite dürfte hinzugefügt worden sein. 1789 bis 1791 wurde eine generelle Erneuerung der Kirche eingeleitet, die in der Gestaltung anders geformt wurde. Eine Kanzel, eine neue Orgelempore (Zugang über den Turm - Tür heute noch erkennbar) wurde ge- schaffen. Durch erhaltene Fotos und Beschreibung in der Pfarrchronik kann man heute noch die Einrichtung, die Anordnung und Ausführung der Altäre, Bilder und Statuen beschreiben. 1834 gab ein Teil der Kirchenmauer infolge der zu nahen Gräber nach und es entstand ein großer Riß. Man befürchtete den Einsturz des Kirchenbewölbes und es wurden ei- serne Schließen eingezogen. Als die alte Pfarrkirche 1867 ihre Funktion verlor, verwen- dete man die Räumlichkeiten nur mehr als Heiliges Grab in der Karwoche. 1933 wurde der zum Teil eingestürzte Chor abgetragen, das durch das löchrige Dach eingedrungene Regenwasser löste eine Schicht von Übermalungen und man entdeckte wieder alte Fresken. Die unbenutzte Kirche verfiel immer mehr, schließlich nahm sich Univ. Prof. Dr. Hanns Koren des Gebäudes an. Nach genauen statischen Plänen wurde es saniert und zum 70igsten Geburtstag von Koren am 21. 11. 1976 als Kulturstätte feierlich eröffnet. Sie wird heute von der Gemeinde als Konzertraum und für die Aufbahung unserer Ver- storbenen genutzt. Aber auch als Nutzung für den Gottesdienst als Ausgangspunkt bei Prozessionen wie Maria Lichtmess, Palmsonntag und Erntedank wird die Alte Kirche gerne angenommen.




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